28. Januar 2026 - Beiträge - Allgemein

Rückblick: Besuch bei Frau Linckh und Christrosengärtnerei Geywitz am 22.01.2026

Letzten Dienstag stand ein Nachmittagsausflug auf dem Hof bei Frau Linckh, unserer früheren Landesverbandspräsidentin und jetzigen Ehrenpräsidentin, sowie der Besuch einer Christrosenzüchterei in Illingen auf dem Programm.
30 LandFrauen freuten sich auf diesen Ausflug, der uns zunächst nach Pulverdingen führte. Dort erwartete uns Frau Linck bereits zu Kaffee und leckerem Kuchen in ihrer großen Garage. Da wir genug Zeit hatten, ging es nach der Kaffeepause erstmal zum Einkaufen in den Hofladen mit einer Fülle eigener Produkte, die direkt vom Hof kommen: Wurst, Fleisch, Holzofenbrot, Eier, Nudeln und vielem mehr… Danach führte uns Frau Linck über „ihren“ Hof und gab uns Einblicke über ihr jetziges Leben als Bäuerin. Sie ist Mutter von 3 Kindern und hat 6 Enkelkindern, die alle auf dem Hof leben und auch da arbeiten. Sie ist der Mittelpunkt und wird immer bei allen Entscheidungen angefragt. Man spürte die Freude und Hingabe, den Hof zu meistern und jeden Tag voller Energie neu anzupacken. Besonders beeindruckend ist die Tierhaltung, rund 800 Schweine leben auf dem Hof und neben freilaufenden Hühnern müssen auch noch Pferde betreut werden. Im Sommer wird auch noch ein Hofcafé bewirtschaftet. Eine Herausforderung, die sie aber mit viel Engagement meistert und sich in dieser Aufgabe sichtlich wohl fühlt.
Danach ging die Fahrt zur Gärtnerei Martin Geywitz nach Illingen, wo bereits in dritter Generation Christrosen gezüchtet werden. Über die Jahre hinweg hat sich die Gärtnerei zu einem Spezialbetrieb für Christrosen-Schnittblumen gewandelt und ist damit in Europa einmalig. Humorvoll begrüßte Herr Geywitz und seine Schwester die Gruppe und führte uns anschließend, unterstützt durch einen weiteren langjährigen Angestellten, durch den Familienbetrieb wo wir sehr viel über diese wunderschöne Pflanze erfuhren. Wir schauten in die teils abgeernteten Gewächshäuser, da die Saison zu Ende ist und begutachteten Mengen von „Christrosenbabys“ und „Christrosenkindern“. Die natürliche Blütezeit der Christrose ist von Oktober bis Januar/Februar. Gebraucht werden sie hauptsächlich aber nur 4 Wochen vor Weihnachten. Von der Züchtung bis zur vollen Blüte ist es ein langer, anspruchsvoller Prozess. Viel Geduld, präzise Selektion und oft viele Jahre (5-10 J.) harter Arbeit stecken in den Zuchtprogrammen. Und leider landet auch regelmäßig ein Teil der Produktion auf den Kompost. Inzwischen werden auch immer mehr neue Sorten gebraucht, um mit dem heutigen Klima klarzukommen. Das ist eine spannende Herausforderung. Nachdenklich machten auch Herr Geywitzs Worte zum Preiskampf auf dem Blumenmarkt durch Discounter und den Launen der Natur, denen der Betrieb ausgesetzt ist. So ist es wohl auch irgendwann an der Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen, dass in der heutigen Zeit die Konkurrenz mit immer neueren, schnelleren Methoden und günstigeren Preise schon viele Betriebe kaputt gemacht hat. Auch Herr Geywitz denkt humorvoll daran, mit einem lachenden und einem weinenden Auge sich langsam aus dem arbeitsintensiven Betrieb auszuschleichen und das Leben zu genießen. Nach dem Rundgang gab es noch einen kurzen informativen Film über die Firmengeschichte, gedreht 2015 vom SWR. Dann war noch Kreativität gefragt! Auf Tischen standen Christrosen und Grünzeug bereit, so dass sich jede LandFrau noch, nach Einweisung von Herrn Geywitz Schwester, einen oder gar zwei Christrosen-Sträuße binden konnte. Wichtiger Tipp: Die Christrosenstängel ca. 3 cm lang einschneiden, damit die Freude lange hält! Glücklich über die tollen selbst kreierten Sträuße die jetzt unsere Zimmer schmücken, fuhren wir nach einem erlebnisreichen und informativen Nachmittag nach Hause.